Freitag, 31. Januar 2014

[Rezension] Er ist wieder da

Informationen zum Buch

Titel: Er ist wieder da
Autor: Timur Vermes
Erscheinungsdatum: 2013
Format: SC
Verlag: Weltbild
ISBN-10: 3863658833
ISBN-13: 978-3863658830
Seiten: 400
Preis: 11,99€

Das Buch und ich

Begonnen: 08.01.2014
Abbruch: 31.01.2014




Das Buch in den Challenges

ABC: Autor - V ermes, Timur
           Titel - E /
           Protagonist - A dolf Hitler
R20: Aufgabe 18 - Ein Buch, das dir schon mehrfach empfohlen wurde.

Rezension

Klappentext
Frühjahr 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet der Gröfaz in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere – im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und „Gefällt mir“-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy? All das und mehr: Timur Vermes’ Romandebüt ist ein literarisches Kabinettstück erster Güte.
Der Schreibstil
Auch "Er ist wieder da" ist ein Buch von einem mir bisher unbekannten Autor (wow...das sind dieses Jahr echt viele!). Dennoch ging ich mit gewissen Ansprüchen daran. Wer hat nicht von dem Meisterwerk Vermes' gehört? Man kam ja gar nicht drum herum. Ich muss sagen, dass der Schreibstil recht unterhaltsam ist. Timus Vermes hat eine Kreativität, die vielen anderen Autoren nur fehlt. 
Aber wie kann es dann sein, dass es das erste Buch ist, das ich abgebrochen habe, seit mindestens 5 Jahren?! Nun, die Dialoge zwischen Hitler und den anderen Charakteren sind wirklich klasse, sowohl inhaltlich, als auch stilistisch. Es gibt aber auch viele Passagen, in denen er seitenlange Monologe führt. Über das Internetz oder Parteien... Diese waren mir fast immer viel zu langatmig! Daher langweilte mich persönlich das Buch recht schnell. Die Ideen, die dabei zum Ausdruck kommen sind jedoch einmalig.
Die Handlung
Soweit ich gekommen bin: Hitler erwacht im Sommer 2011 mitten in Berlin. 66 Jahre nach seinem Tod. Nun steht er wieder wie vor seiner Machtergreifung da: Ohne Anhänger, geschweige denn einer Partei oder einem ganzen Reich.
Nach einigem hin und her beginnt er seine neue Karriere im Fernsehen und wird dort in kürzester Zeit sehr beliebt. Auch zum You-Tube-Hit wird er....
Die Charaktere
Wer Adolf Hitler ist muss ich wohl niemandem erklären. Er ist absolut fanatisch und nationalorientiert. Und genauso wird er auch dargestellt. Da wird nichts beschönigt oder überzogen. Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich glatt annehmen, dass da wirklich alles von Hitler persönlich geschrieben ist.
Die übrigen Charaktere sind Menschen, wie du und ich. Sie gehen ihrer Arbeit nach und tun, was sie tun müssen. Das einer die und die Rolle hat, spielt aber insgesamt eine eher untergeordnete Rolle, da es die ganze Zeit Hitlers Gedankenwelt ist, die entscheidend ist. Schließlich ist er der Führer.
Fazit
"Er ist wieder da" ist ein tolles Buch, dass es verdient hat, gelesen zu werden. Allerdings finde ich die langen teils einsilbigen Monologe Hitlers störend. Ich habe es auch aus dem Grund abgebrochen, dass ich nicht immer das gesamte nötige Hintergrundwissen zur damaligen Zeit hatte (und dann immer mal wieder googlen musste). Allerdings finde ich die Handlung an sich nicht übel! Ich werde mir definitiv noch das Hörbuch besorgen, damit ich sie weiterverfolgen kann. Außerdem finde ich, dass Christoph Maria Herbst es einfach klasse liest! (siehe Hörprobe)
Aus diesem Grund gebe ich nur 2 Leseeulen!



Sonntag, 19. Januar 2014

[Rezension] Plötzlich Shakespeare

Informationen zum Buch:

Titel: Plötzlich Shakespeare 
Autor: David Safier
Erscheinungsdatum: 01.06.2011
Format: TB
Verlag: rororo
ISBN-10: 3499248123
ISBN-13: 978-3499248122
Seiten: 320
Preis: 8,99€

Das Buch und ich:

Begonnen: 18.01.2014
Beendet: 19.01.2014




Das Buch in den Challenges:

ABC: Titel - P lötzlich Shakespeare
          Autor - D avid Safier
          Protagonist - W illiam Shakespeare
R20: Aufgabe 11 - Ein Buch, das in der Zukunft spielt (Aus Shakespeares Sicht)

Rezension

Klappentext
ZWEI SIND EINER ZU VIEL! Wenn Mann und Frau sich das Leben teilen, ist das ja schon schwierig. Aber wenn Mann und Frau sich auch noch ein und denselben Körper teilen müssen, dann ist das Chaos perfekt! Die liebeskranke Rosa wird per Hypnose in ein früheres Leben versetzt. In den Körper eines Mannes, der sich gerade duelliert: William Shakespeare. Wir schreiben das Jahr 1594, und Rosa darf erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausgefunden hat, was die wahre Liebe ist. Keine einfache Aufgabe: Sie muss sich als Mann im London des 16. Jahrhunderts nicht nur mit liebestollen Verehrerinnen rumschlagen, sondern auch mit Shakespeare selber, der nicht begeistert ist, dass eine Frau seinen Körper kontrolliert. Und während sich die beiden in ihrem gemeinsamen Körper kabbeln, entwickelt sich zwischen ihnen die merkwürdigste Lovestory der Weltgeschichte.
Der Schreibstil
„Plötzlich Shakespeare“ ist das erste Buch, das ich von David Safier gelesen habe. Ich bin bis jetzt nicht so der Typ gewesen, der besonders gerne Comedy-Bücher liest, aber mir wurden seine Bücher schon vielfach empfohlen und da dachte ich einfach, man kann‘s ja versuchen!
Was ich dann gelesen habe, war einfach TOLL! Ich habe teilweise richtige Lachkrämpfe gekriegt, nicht dass das bei mir besonders schwer wäre, aber in diesem Ausmaße hatte ich bisher selten welche. Also, was ich damit sagen will: Das Buch ist nicht nur einmalig anschaulich und einfallsreich erzählt, sondern auch urkomisch, ohne dabei irgendwelche Grenzen zu überschreiten, oder zu nerven.

Die Handlung
Rosa ist unzufrieden mit ihrem Leben und einsam, seit ihr Ex-Freund sie verlassen hat. Nach einem Besuch im Zirkus wird sie von einem Hypnotiseur in ein früheres Ich zurückversetzt. Und plötzlich ist sie William Shakespeare. Aber wie meistert man nur die komplizierten Etikette von damals? Wie bringt man Leute zusammen, die man gar nicht zusammen haben will? Wie überlebt man das eine oder andere Gefecht?
Auf der Suche nach der wahren Liebe muss Rosa in Shakespeares Körper diese und mehr Hindernisse überbrücken und mit sich selbst ins Reine kommen.

Die Charaktere
Rosa ist total vernarrt in ihren Ex und ist fest entschlossen, alles zu tun, um dessen Hochzeit zu verhindern. Aber sie muss sich eingestehen, dass sie über die wahre Liebe gar nicht so viel weiß, wie sie bisher geglaubt hat. Sie ist oft ziemlich komisch und trotz, oder vielleicht auch gerade wegen, ihrer etwas naiven Art total liebenswert. Ich glaube fast jede kann sich teilweise (wenigstens) mit ihr identifizieren.
William Shakespeare ist natürlich ein großer Mann der Worte, auch wenn er noch ziemlich am Anfang seiner Karriere steht. Aber auch er hat natürlich so seine Probleme. Da sind zum Beispiel seine Kinder, die er immer sehr vernachlässigt und was ihm furchtbar leid und weh tut.
Und dann ist da noch die Sache mit seiner geliebten Anne, an dessen Tod er sich die Schuld gibt.
Es ist einfach herrlich, mitzuerleben, wie sich Rosa und Shakespeare vom anfeinden, zum mögen weiterentwickeln.
Fazit
„Plötzlich Shakespeare“ hat mich auf ganzer Linie überzeugt und ich kann es nur jedem weiterempfehlen. Trotz des ganzen Witz und der ganzen Komik bleibt ein tieferer Gedanke zurück. Und dafür kann ich einfach nicht weniger, als fünf Leseeulen vergeben!




[Rezension] Ein Moment fürs Leben

Informationen zum Buch

Titel: Ein Moment fürs Leben
Autor: Cecilia Ahern
Erscheinungsdatum: 21.10.2011
Format: TB
Verlag: Fischer Verlag
ISBN-10: 3810501476
ISBN-13: 978-3810501479
Seiten: 464
Preis: 9,99€

Das Buch und ich

Begonnen: 14.01.2014
Beendet: 18.01.2014





Das Buch in den Challenges

ABC: Titel - E in Moment fürs Leben
          Protagonist - Y Lucy Silchester
          Autor - C ecilia Ahern
R20: Aufgabe 19 - Ein Buch, das an einem Ort spielt, an dem du schon mal gewesen bist. (Dublin)

Rezension

Klappentext
Was machst du, wenn dein Leben sich mit dir treffen will? Gehst du hin? 
Mit ihrer verzaubernden Phantasie und ihrem unnachahmlichen Humor erzählt Cecelia Ahern von der wichtigsten Begegnung, die es für uns geben kann: mit dem eigenen Leben. 
Eigentlich wundert sich Lucy Silchester über gar nichts mehr: dass sie ihre große Liebe verloren hat, dass sie aus ihrem Job geflogen ist oder dass sie eine Einladung zu einem Treffen bekommt von ihrem eigenen Leben. Als sie tatsächlich zu dem Termin geht und direkt vor ihm steht, ist Lucy dann aber doch schockiert: So hat sie sich ihr Leben wirklich nicht vorgestellt! Am liebsten würde sie es direkt wieder loswerden. Doch ihr Leben denkt gar nicht daran, sie in Ruhe zu lassen 
Der große neue Roman der jungen Weltbestsellerautorin. So überraschend, witzig und berührend, wie nur Cecelia Ahern schreiben kann.
Der Schreibstil
„Ein Moment fürs Leben“ ist das erste Buch, das ich von Cecilia Ahern gelesen habe. Ich ging also, gewisser maßen, ohne irgendwelche Erwartungen oder Vorstellungen ran, was Handlung und Schreibstil angeht. Ich hatte lediglich einige positive Meinungen gehört...Und ich wurde nicht enttäuscht! Ahern Schreibt mit so viel Gefühl und Zärtlichkeit, dass man sich jede Person, jeden Handlungsgrund, einfach alles richtig gut versteht und nachvollzieht. Jedenfalls ging es mir so. Man konnte sich Lucys Gesten und Gesichtsausdrücke ebenso gut vorstellen, wie die Gefühle ihres Lebens.
Die Handlung
Lucy Silchester ist zufrieden mit ihrem Leben. Jedenfalls ist sie dieser Meinung. Doch dann liegt eines Tages auf ihrem schmutzigen Teppich ein Brief. - Von der Lebensagentur! Ihr eigenes Leben will sich mit ihr treffen. Aber - aus Angst oder Ungläubigkeit, oder warum auch immer - ignoriert sie ihn. Doch dann kommen immer mehr dieser Briefe und nach einer Zeit entschließt sie sich, doch eines dieser Treffen wahrzunehmen. 
Und dann ist es auf einmal da: Ihr Leben. Das heißt, eigentlich ist es ein er. Und Er ist eklig! Ungewaschen, erkältet, unfreundlich. Und er weiß alles über Lucy und ihre Lügen aus den letzten Jahren. Langsam kommen immer mehr dieser verknüpften Lügen zum Vorschein und Lucy muss sich entscheiden, wie sie damit umgeht.
Die Charaktere:
Die beiden wichtigsten Handelnden sind natürlich Lucy und ihr Leben.
Lucy lebt seit knapp drei Jahren in einer kleinen Wohnung, hat einen zwittrigen Kater namens Mister Pan, einen schrecklichen Job, eine scheinbar schreckliche Familie (wobei eigentlich nur ihr Vater wirklich schrecklich ist) und ein riesiges Netz aus Lügen. Ihren Freunden macht sie vor, dass sie sich vor Jahren von ihrem Freund Blake getrennt hat und das ist nur der Ausgang dieses Netzes. 
Sie sehnt sich nach Achtung und ihrer einzigen großen (so glaubt sie wenigstens) Liebe Blake.
Aber als sie eine falsche Verbindung namens Don kennenlernt, ändert sich diese Ansicht langsam aber sicher mehr und mehr.
Lucys Leben ist eigentlich sehr unzufrieden mit ihr. Weil es ihr schlecht geht (auch wenn sie sich vormacht, dass dies nicht der Fall ist), geht es ihm auch schlecht. Er muss sich den Zugang zu Lucy redlich erkämpfen, doch einmal zu ihr durchgedrungen, wird sich für die beiden sehr viel verändern.
Fazit
„Ein Moment fürs Leben“ ist aus meiner Sicht ein absolut lesenswertes Buch. Es zeigt einem, wie oft man sich eigentlich um andere kümmert und sich dabei selbst total vernachlässigt. Es ist jetzt nicht unbedingt die anspruchsvollste Literatur, die ein Bücherregal so zu bieten hat, aber es ist so liebevoll erzählt, dass es durchaus vier Leseeulen verdient.




Montag, 6. Januar 2014

[Rezension] Der kleine Prinz

Informationen zum Buch

Titel: Der kleine Prinz
Autor: Antoine de Saint-Exupéry
Erscheinungsdatum: 2004 (56. Auflage)
Format: HC
Verlag: Karl Rauch Verlag
ISBN-10: 3792000520
ISBN-13: 978-3792000526
Seiten: 93
Preis: 9,90€

Das Buch und ich

Begonnen: 05.01.2014
Beendet: 06.01.2014
Dazu würde ich gerne noch sagen, dass "Der kleine Prinz" das wohl einzige Buch ist, das ich freiwillig mehr als zwei Mal gelesen habe. Und wenn ich ein Buch doppelt lese, finde ich es schon sehr gut!

Das Buch in den Challenges

ABC: Titel - K (kleiner Prinz, Der)
           Protagonist - K (Kleiner Prinz)
           Autor - X (de Saint-Exupéry, Antoine)
R20:   Aufgabe 1 - Ein Buch aus meiner Kindheit - Ich habe das Buch seit fast 10 Jahren,                seit ich 6 Jahre alt war.

Rezension

Klappentext
Nicht vorhanden.
Der Schreibstil
Exupéry verwendet eine sehr bildliche Sprache. Es gibt viele Sinnbilder, Metaphern und Vergleiche. Dadurch kann man dieses Buch in verschiedenen Schichten lesen. Als ich es vor knapp 10 Jahre das erste Mal las, habe ich das gelesen, was da stand. Nichts weiter interpretiert, oder analysiert. Nein, einfach die schlichte Handlung. Seit dem habe ich es vielfach wieder gelesen und von Mal zu Mal sind mir mehr Dinge aufgefallen, Gedanken, die der Autor verdeckt zum Ausdruck bringt. Ich habe Dinge und Zusammenhänge verstanden, die mir bis dahin nebensächlich erschienen, doch vor allem (jedenfalls vor allem wichtig für den Punkt Schreibstil) wurden mir durch seine sprachlichen Mittel und seinen Ausdruck von Mal zu Mal mehr Dinge bewusst und regten mein Denken an.
Die Handlung
Die Handlung ist sehr simpel und schnell erklärt: Der Ich-Erzähler hat eine Flugzeugpanne über der afrikanischen Wüste. Er ist sehr weit von jeglicher Zivilisation entfernt und muss auf sich gestellt sein Flugzeug reparieren. Als er nach der ersten Nacht aufwacht, bittet ihn ein kleine Junge, ihm ein Schaf zu zeichnen. Zunächst genervt, erwartet der Erzähler wohl kaum, dass dieses Männchen ihn zutiefst berühren wird. 
Der kleine Prinz stellt viele Fragen, antwortet jedoch nie auf an ihn gerichtete. Dennoch erfährt der Erzähler von Tag zu Tag mehr über die Heimat des kleinen Prinzen, seine Reise und seine Zeit auf der Erde.
Die Charaktere
Der Protagonist ist natürlich der kleine Prinz. Dieses kleine Männchen muss einem einfach auf den gut 90 Seiten ans Herz wachsen! Er ist noch so jung und ist dennoch in vielerlei Hinsicht so klug. Doch das wirkt nicht aufgesetzt, oder so. Auf keinen Fall! Es ist einfach seine Art und wenn ich das Buch wieder und wieder lese, meine ich manchmal sein helles Lachen zu hören.
Über den Ich-Erzähler ist nicht sehr viel bekannt. Er hat im Alter von sechs Jahren das Malen aufgegeben, da ihn die großen Leute so entmutigt hatten und sich stattdessen den Dinge zugewendet, die Erwachsene als sinnvoll erachten: Geographie, Geschichte, Rechnen und Grammatik. Als er auf den kleinen Prinzen trifft, ändert sich sein Leben schlagartig.
Ziemlich wichtig (für mich) ist auch immer der Fuchs. Er ist so lieb und süß! Ich hätte ihn am liebsten als Haustier. Und dann ist er noch so unglaublich klug und weise (klug nicht im Sinne von hinterlistig, wie man es dem Fuchs ja in der Regel zuschreibt). Ich mag ihn sehr.
Fazit
"Der kleine Prinz" war, ist und bleibt eines meiner absoluten Lieblingsbücher und ist definitiv ein Must-Have für jede Leseeule! Er ist teilweise lustig, dann aber auch wieder sehr ernst. Er ist klug und dennoch kindlich. Er ist sehr vielschichtig und genau das gilt nicht nur für die Figur, des kleinen Prinzen, sondern auch für das ganze Buch. Je älter man wird, desto besser versteht man die Geschichte. Desto mehr verliebe ich mich in sie.
Ein solches Buch, das sowohl zum Schmunzeln, als auch zu Tränen rührt, verdient von mir nicht weniger als 5 Leseeulen und somit die Bestbewertung!



Sonntag, 5. Januar 2014

[Rezension] Das Schneemädchen

Informationen zum Buch
Titel: Das Schneemädchen
Autor: Eowyn Ivey
Erscheinungsdatum: 21.09.2013
Format: TB
Verlag: Rowohlt/Kindler
ISBN-10: 3463406217
ISBN-13: 978-3463406213
Seiten: 464
Preis: 9,99€ (A: 10.30€)


Das Buch und ich

Begonnen: 01.01.2014
Beendet: 05.01.2014



Das Buch in den Challenges

ABC:   Titel - S (Schneemädchen, Das)
            Protagonist - M (Mable)
            Autor - Y (Ivey, Eowyn)
R20:     Aufgabe 3 - Ein geschenktes Buch - Weihnachtsgeschenk meiner Großeltern 2013
JCC:    Monat Januar - Schnee, Eiskristalle, blau/weiß, kahle Bäume

Rezension

Klappentext

Alaska in den 1920er Jahren: In dem Wunsch neu anzufangen, zieht das kinderlose Paar Mable und Jack nach Alaska. Das harte Leben in der Wildnis setzt den unerfahrenen Neusiedlern sehr zu. Mit dem ersten Schneefall überkommt die beiden jedoch ein schon verloren geglaubter Übermut und sie bauen zusammen ein Kind aus Schnee. Tags darauf entdecken sie zum ersten Mal das feenhafte blonde Mädchen zwischen den Bäumen am Waldrand. Woher kommt das Kind? Wie kann es allein in der Wildnis überleben? Und was hat es mit den kleinen Fußspuren auf sich, die von Mables und Jacks Blockhaus wegführen?

Der Schreibstil

Eowyn Ivey hat einen sehr schönen Schreibstil, wie ich finde. 
Ihre Schilderungen sind sehr bildhaft und gut vorstellbar. Sie hat sehr schöne Gedanken und ich konnte tolle Zitate für die "Gesammelte Schätze Challenge" sammeln. Ihre Ausdrucksweise spiegelt ihre Ideen wider.
Alles in allem war das Buch gut verständlich und leicht zu lesen.

Die Handlung

Jack und Mable sind Neusiedler in Alaska.
Nachdem Mable eine Totgeburt hatte und sie Hohn und Zweifel ihrer angeheirateten Verwandten nicht mehr ertragen kann, überredet sie ihren Mann wegzugehen aus ihrer gewohnten Umgebung in Pennsylvania. Da bietet es sich natürlich glänzend an, dass die Regierung gerade Farmer sucht um Alaska verbreiteter zu besiedeln.
Über ihr Leben im hohen Norden scheinen sich die beiden nicht die größten Gedanken im Voraus gemacht zu haben. Jedenfalls sind sie von Beginn an mit dem tristen kargen Land und ihrer ständigen Zweisamkeit überfordert und unzufrieden.
Doch dann: Der erste Schnee! Von einer kindlich Freude getrieben beginnen sie eine Schneeballschlacht und bauen anschließend einen Schneemann. Aber ein Schneemann scheint ihnen zu normal und sie formen ihn kurzentschlossen zu einem kleinen Schneemädchen um.
Tags darauf ist ihre Schneefigur verschwunden, ebenso wie Schal und Fäustlinge, welche sie trug. Es führen jedoch keine Spuren zum Hof hin. - Nur daraus hinaus.
Und das ist der erste Tag, an dem sie zum ersten Mal ein kleines Kind sehen, dass ihrem Schneemädchen gar nicht so unähnlich ist. Langsam wird sie zutraulicher und beginnt irgendwann auch Dinge über sich preiszugeben. Faina heißt sie. Ihr Vater ist in eben jener Nacht gestorben, in dem der erste Schnee kam. Sie ist nur in der Wildnis zuhause.
So vergeht der Winter und sobald der Frühling angebrochen ist, verschwindet sie.
Einzig Mable glaubt daran, dass Faina zurückkehren wird. Und mit dem ersten Schnee ist sie wieder auf der Schwelle des Paars.
So vergehen einige Jahre. Doch dann lernt Faina den Nachbarsjungen (der inzwischen allerdings auch schon 19 Jahre alt ist) Garrett kennen. Man kann nicht gerade sagen, dass es Liebe auf den ersten Blick ist. Aber auch zwischen ihnen entwickelt sich noch eine enge Beziehung.

Die Charaktere

Ich konnte mich beim lesen mit keinem der Charaktere richtig identifizieren. Sie wurden mir auch nicht richtig verbunden, oder ähnliches. Sie ließen mich einfach kalt.
Das war sehr schde, weil die Handlung und Schreibweise der Autorin wirklich sehr gut waren. Aber sie waren alle so unehrlich mit sich selbst, wie ich fand. Ständig sagten sie sich gegenseitig, sie lieben einander. Sie vertrauen einander. Aber letztlich waren da stets Zweifel untereinander. Misstrauen. Mit solchen unsteten Charakteren kann ich persönlich nicht so viel anfangen und das hat die Geschichte vor allem zum Ende hin sehr in die Länge gezogen.

Fazit

"Das Schneemädchen" ist eine wirklich schön erdachte und schmuckvoll ausgestaltete Geschichte. Allerdings gab es für mich keine Überraschungsmomente, oder unvorhersehbare Handlungzweige, geschweige denn Gefühlsausbrüche (was bei mir, wenn ich lese keine Seltenheit ist). Die Charaktere haben insbesondere den letzten der drei Teilabschnitte sehr langatmig gemacht, da ich mich einfach in keinen wirklich hineinversetzen konnte und mich einige ihrer Verhaltensmuster einfach nur nervten.
Ich gebe dem Buch "Das Schneemädchen" von Eowyn Ivey drei Leseeulen.