Samstag, 1. August 2015

[Rezension] Das Geheimnis der Eulerschen Formel

Informationen zum Buch

Titel: Das Geheimnis der Eulerschen Formel
Autor: Yoko Ogawa
Erscheinungsdatum: 20. Juni 2013
Format: TB
Verlag: Aufbau Verlag
ISBN-10: 3746629446
ISBN-13: 978-3746629445
Seiten: 250
Preis: 8,99€

Das Buch und ich

Begonnen: 08.07.2015
Beendet: 29.07.2015

Das Buch in den Challenges

CdG: 36 - Ein Buch einer Autorin, die unter richtigem Namen schreibt.
SuB: 24 - Ein Buch, das mir am Herzen liegt.
Bin: Bücher-Bingo - Eine Empfehlung.

Rezension
Klappentext
Kann man jemanden lieben, an den man sich nicht erinnert?
Seit einem Unfall währt das Gedächtnis eines Professors nicht länger als achtzig Minuten. Dann gewinnt eine neue Haushälterin sein Vertrauen. Über die faszinierende Welt der Mathematik kommen sie einander näher, und mit jeder neuen Gleichung, jedem neuen Zahlenrätsel entstehen zwischen ihnen Bande, die stärker sind als der Verlust der Erinnerung. Bis die Schwägerin des Professors dem ein Ende setzt...
Der Schreibstil
Erzählt aus der Ich-Perspektive ist dieses Buch etwas ganz besonderes. Yoko Ogawa schreibt so vielseitig und unterschiedlich, aber dennoch zielgerichtet, dass es geradezu ein Genuss ist in die Welt des Mathematikprofessors einzudringen. Auf diese wahrscheinlich einmalige Weise gelingt es ihr nicht nur Mathematikinteressierten zu erreichen und sie zudem zu unterhalten, sondern ebenso jene, die mit diesem Themengebiet normalerweise nicht viel am Hut haben. Das zu schaffen ist wirklich nicht einfach, doch die einfachen und interessanten Erläuterungen sind sehr gut eingebracht und machen so einen eindrucksvollen Gesamteindruck.
Die Handlung
Eine Haushälterin (Name unbekannt, sie erzähl nur die gesamte Geschichte) erhält über ihre Vermittleragentur eine neue Anstellung. - Bei einem ganz besonderen "Patienten". Der Mathematikprofessor, für den sie arbeiten soll, hat vor Jahren bei einem Unfall einen Gehirnschaden erlitten und kann sich von der Sekunde an alles nur 80 Minuten lang merken. Was davor war ist gesamtheimlich, wie es immer war. Auch wenn es ihr schwer fällt ihn zu verstehen, finden die Haushälterin und er nach und nach einen Zugang zueinander. Und das über die Welt der Zahlen...
Dabei muss man aber nicht denken, dass es somit nur ein Buch für jene ist, die sich ebenfalls hierfür begeistern können. Im Gegenteil: Auch die Haushälterin ist nicht gerade ein Mathe-Genie, dennoch lernt auch sie, wie schön Mathematik sein kann.
Die Charaktere
Die Haushälterin ist eine noch recht junge Mutter. Sie zieht ihren zahnjährigen Sohn alleine auf und hält sich mit ihren Jobs über Wasser.
Ihr Sohn, Root, ist der einzige mit einem Namen in dem Buch, wobei dies auch nicht sein richtiger Name ist, sondern nur der, den ihm der Professor gab, weil sein Schädel so flach ist, wie ein Wurzelzeichen. Er teilt mit dem Professor v.a. seine Liebe zu dem Baseballteam der Hanshin Tigers.
Neben diesem Interesse ist die größte Leidenschaft des Professors aber natürlich die Mathematik. Insbesondere Primzahlen und Zahlenbeziehungen haben es ihm angetan und verehrt er geradezu.
Fazit
Das Geheimnis der Eulerschen Formel ist ein wirklich tolles Buch über Freundschaft, Zusammenhalt und die Welt der Mathematik. Doch es geht noch weit darüber hinaus! Und ich bin wirklich der festen Überzeugung, dass es auch erklärten Mathe-Hassern gefällt! (Deshalb werde ich es nach den Ferien auch meiner Freundin geben :D). Also eine ganz ganz klar Empfehlung!



Kommentare:

  1. Ach, das klingt nun wirklich sehr gut und vor allem nach einer äußerst ungewöhnlichen Geschichte. Aber ein Buch, bei dem niemand mit Namen benannt wird? Das ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig.

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    1. Naja sagen wir so: Die Haushälterin wird nie mit Namen angesprochen und da sie die Erzählerin ist, kommt auch nichts wie "sagte ...".
      Der Professor wird einfach immer der Professor genannt und Root, Root. Man weiß auf jeden Fall immer, wer gerade gemeint ist :)

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