Samstag, 10. September 2016

[DiesDas] Meine Gedanken zu "Harry Potter and the Cursed Child"

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich mit euch über ein Buch sprechen, dass bereits viel kontrovers besprochen wurde, Harry Potter and the Cursed Child von J. K. Rowling, John Tiffany und Jack Thorne.


Die von euch, die das Buch NOCH NICHT gelesen haben und keine Spoiler bekommen möchten, sollten hier aufhören zu lesen! Ich werde in der nächsten Zeit noch eine spoilerfreie Rezi für euch schreiben :-)

Es war mir eigentlich von Anfang an klar, dass ich Harry Potter and the Cursed Child haben musste. Endlich wieder nach Hogwarts, die gefühlt besten Freunde wieder treffen, durch die Schulkorridore schlendern und Abenteuerluft riechen... Und es war für mich auch wirklich wie nach Hause kommen. Ich persönlich empfand die Art, also dass es sich hierbei um ein Theaterskript und nicht um einen Roman handelt, gar nicht schlecht. Sicher fehlten somit die wunderschönen Beschreibungen und auch die versteckten Hinweise zwischen den Zeilen, wie man sie aus anderen Harry Potter-Büchern kennt, aber es war auch eine interessante Erfahrung nicht immer gleich wirklich zu wissen, was die Protagonisten wirklich denken und fühlen. Außerdem mag ich es auch so, hin und wieder Dramen zu lesen und die Beschreibungen von Hogwarts und so, brauchte ich als Leser nicht mehr. Jeder von uns hat sich wohl sein eigenes Bild von Hogwarts, den Ländereien und den Charakteren gemacht, ob sie nun mit den Filmen übereinstimmen mögen, oder nicht.
Außerdem fand ich es schön zu sehen, wie sich einige Figuren weiterentwickelt haben. Allerdings muss ich auch sagen, dass hier mein erster Kritikpunkt ansetzt. Sicher bekommt man im Epilog von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes nicht so viel von der Beziehung der Charaktere zueinander mit, ich hatte allerdings das Gefühl, dass Albus Severus und Harry durchaus ein gutes Verhältnis zueinander haben, denn warum sonst sollte er sich gerade an ihn wenden mit seiner Sorge, er könnte nach Slytherin kommen? Das nur als einen Charakter-Punkt... Ein weitere ist zum Beispiel auch, dass Draco Professor McGonagall mit "Minerva" anspricht, oder in einer Parallelrealität Ron und Hermine "Severus" statt Professor Snape sagen. Aus welchem Grund sollte einer der beiden gerade ihnen das Du angeboten haben? Dass z.B. Ron, Hermine und Harry "Minerva" sagen, halte ich da für wahrscheinlicher. Sie haben nicht nur ihrem Haus angehört, sondern auch an ihrer Seite gekämpft, gewissermaßen wie Remus und Sirius zuvor. Bei den anderen Konstellationen macht es für mich weniger Sinn.


Etwas, dass mich ganz schön verwirrt hat, war dann die Sache mit den Zeitreisen... In der magischen Welt von Harry Potter sind Zeitreisen eigentlich eine Art geschlossener Kreis. Dadurch können auch keine parallelen Realitäten entstehen, denn alles was passiert sein wird, ist gewissermaßen bereits geschehen. Hier wird mit dieser Art des Zeitreisens absolut gebrochen und man fühlt sich eher an eine magische Version von Zurück in die Zukunft erinnert.
Und dann sind da natürlich auch so kleinere Details, wie der plötzlich (innerhalb einiger Minuten) fertige Vielsafttrank...


Hermine, die in Zaubertränke um einiges talentierter sein dürfte, als Albus brauchte einen Monat um ihn zu brauen! Oder als anderes Detail, dass Peter Pettigrew als Geheimniswahrer des Hauses von Harrys Eltern ihnen nicht die Adresse gegeben hat, weshalb Albus und Scorpius eigentlich gar nicht hätten sehen dürfen, was sich in dem Haus abspielt...
Der letzte Punkt, den ich hier ansprechen möchte ist dann noch die Sache mit Voldemorts Kind. Zunächst einmal fand ich schon seltsam, dass es da dieses Gerücht über Scorpius gibt, aber gut, Menschen mögen Klatsch und Tratsch und dabei kann schon mal sowas rauskommen... Dass Voldemort aber wirklich ein Kind hat, ist schon ziemlich strange. Ich mein' zum Einen ging er doch davon aus, dass er unsterblich sei, er bräuchte also gar keinen Erben in irgendeiner Form. Zum Anderen: Wann bitte soll Bellatrix Lestrange von ihm schwanger gewesen sein? Wenn sie so etwa zwischen Band sechs und sieben entbunden hat, muss das auf Malfoy Manor passiert sein, was Draco wohl mitbekommen hätte, oder? Und somit hätte er gewusst, wer Delphi ist!

Ihr seht also, es gibt nicht gerade wenige Kritikpunkte für mich... Trotzdem finde ich es irgendwie nicht total grottig. Denn natürlich ist es irgendwie magisch und das ist doch letztlich auch der Punkt, warum man hin und wieder Fanfictions liest, oder? (Ich zumindest...) Und letztlich ist eine Fanfiction doch auch nicht groß etwas anderes, als das hier...
Von daher, kann ich mich trotz allem irgendwie nur Minerva McGonagall anschließen:


Wie seht ihr das? Haltet ihr die Kritikpunkte für überzogen? Oder habt ihr vielleicht ganz andere Punkt, die euch stören? Was denkt ihr zu der ganzen Thematik? 

1 Kommentar:

  1. Hey Mareike,

    das hast du schön geschrieben! Ich stimme dir in allen Punkten zu und kann gar nicht oft genug betonen, wie viele 'Regeln' des HP Universums sie verletzt haben. Das und die merkwürdigen Charakterisierungen haben mich wirklich sehr enttäuscht :/

    Ich versuche, die vielen verschiedenen Bloggermeinungen langsam zu bündeln, also falls du Lust hast würde ich mich total freuen, wenn du bei meinem Cursed Child Diskussions-Post [http://blackteabooks.blogspot.com/2016/08/tea-talk-cursed-child-lesen-oder-nicht.html] vorbeischaust :) Wenn nicht, ist das natürlich auch kein Problem!

    Wirst du dir das Stück denn ansehen?

    Allerliebste Grüße, Sandy ❤

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